Wie bleibt unsere Wasserwirtschaft zukunftsfähig?
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00:00:17: Herzlich willkommen zu WZ das Gespräch dem Interview-Podcast der Wasserzeitung.
00:00:23: Mein Name ist Klaus Arbeit.
00:00:25: Na, freuen Sie sich schon auf den Sommer?
00:00:28: Wärme wohlfühlen – Wasser!
00:00:31: Was Letztes angeht, das Trinkwasser sind die kommunalen Versorger für alle Fälle gerüstet.
00:00:38: Dass die Verbräuche in die Höhe schießen – falls Petrus nicht mit kostümlosem Niederschlag für die Gartenbewässerung sekundiert?
00:00:46: Das kennt man ja schon aus den vergangenen Jahren!
00:00:49: Dieser auch dem Klimastress geschuldete Umstand ergänzt die Herausforderungen in und um Berlin insbesondere, die sich ohnehin aus dem enormen Bevölkerungswachstum in dieser Region ergeben.
00:01:03: Und Herausforderung bezieht sich nicht nur auf die Trinkwasserversorgung sondern auch die Schmutzwasserentsorgung!
00:01:10: Davon weist Christian Becker, detailliert zu berichten.
00:01:14: der Geschäftsführer der Osthafeländischen Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH Kurzowa mit Sitz in Falkensee den wir für unseren Podcast besucht haben.
00:01:27: Der studierte Bau- und Wirtschaftsingenieur kümmert sich als Sprecher der Initiative Trinkwasserversorgung Metropolregion ITM auch um überregionale Wasserbelange.
00:01:40: Doch der Reihe nach.
00:01:42: Begeben wir uns zunächst ins Ova Verbandsgebiet, das Haveland am westlichen Rand Berlins und das klingt ja nach einer Region mit Wasser in Hülle und Fülle.
00:01:53: Fragezeichen?
00:01:55: Das kann man jetzt so auch nicht sagen.
00:01:56: Wir haben natürlich, auch im Haveland hier und da Probleme mit der, sage ich mal in Anführungszeichen Grundwasserneubildung, mit den Niederschlägen die kommen.
00:02:04: Jeder kann ja so muss sich noch nicht mal lange zurückdenken sondern an die letzten Jahre erinnern dass wir dort schon einige Sommer bei hatten die extrem trocken waren verbunden auch mit längeren Hitzeperioden Ohne wesentliche Niederschläge, im Jahr ist es so ein Extremjahr.
00:02:20: Was wir hatten auch davor und danach gab's immer noch zwei oder drei Sommer die extrem lange Trockenpäden hatten.
00:02:26: Im vergangenen Jahr war das eine lange Trockensprache, die aber viel früher anfing.
00:02:29: Da ging es so Mitte in April los und hat sich bis Ende Juni gehalten.
00:02:33: Da war es noch nicht ganz so extrem von der Temperaturbelastung an den Tagen.
00:02:37: Im Havelland hatte der Landkreis dann auch Sprengverbot erlassen oder einen zeitlich befristete Sprengverbot.
00:02:42: da haben wir uns auch in den letzten Jahren recht regelmäßig sich auch mit den Wasserbehörden abgestimmt.
00:02:47: Wir bieten hier ein Produkt an, damit führt der Landkreis ja eigentlich eine Einschränkung quasi der Nutzung eines gekauftenen Produkts herbei.
00:02:57: da gibt es so ein paar Schwierigkeiten.
00:02:58: das ist eigentlich rechtlich nicht ganz so sauber wäre.
00:03:02: wir haben uns dabei verständigt und wollen auch, dass jetzt ein Spreng in der Mittagshitze wenn die Verdunstung sehr hoch ist dann auch gerne unterbunden werden kann.
00:03:13: Wenn man jetzt in den Randzeiten morgens bis um zehn um elf wo die Sonneinstrahlung nicht so extrem ist und dann abends in Richtung die siebzen achten Uhr wenn wir jetzt nicht genau eine Südwest-Hanglage hat ohne Bäume, ohne Verschatterung das dann auch die Möglichkeiten sind.
00:03:27: Haben uns dort auf Zeitfenster geeinigt.
00:03:29: Es betrifft ja nicht nur das Sprengverbot es gab ja auch ein Verbot aus Oberflächengewässern Wasser zu entnehmen und damit auch die Ressourcen zu schützen.
00:03:39: Das ist ein wichtiges Thema weil wir können natürlich auch in den dreißig Jahren nur das Wasser verkaufen was da ist und müssen deshalb heute auch gemeinsamer versorgen dass Grundwasservorräte oder die Wasservorräter allgemein gemeinsam und vernünftig mit Augenmaß bewirtschaftet werden.
00:03:54: Also das Wasser in der Region halten, da sprechen wir dann auch schon wieder über Niederschläge.
00:03:58: Das war
00:03:59: ein ganz wichtigen Punkt.
00:04:00: Das wären wir jetzt im Haveland, sage ich mal speziellen aber insbesondere auch im gesamten Land Brandenburg oder im Berliner Umland wird man zu einer sinnvollen Grundwasserneubildung nur kommen wenn man dort mehr dafür sorgt dass das Wasser an der Region zurück gehalten wird und wir uns darüber unterhalten müssen einen sinnvolles ausgleich aus was er Rückhalt und Hochwasserschutz zu haben.
00:04:22: Weil parallel dazu, das ist jetzt ein paar Jahre länger her.
00:04:25: Wir hatten in den Extremringerreignissen im nördlichen Weltlineraum.
00:04:30: Da hat es uns als Ova speziell im Bereich Legebruch getroffen und da standen über mehrere Tage große Teile des Ortes unter Wasser.
00:04:38: Im nächsten Jahr ist dann zehnjähriges wo das sicherlich auch mal wieder hoch kommt.
00:04:42: Es gab seitdem noch ein paar Starkringerereignisse allerdings von kürzerer Dauer.
00:04:47: Die waren auch beherrschbar und da muss definitiv aber ein Weg gefunden werden, sowohl Wasser zurückzuhalten als auch im Hochwasser oder im starken Fall das vernünftig abzuleiten um eben dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen.
00:05:00: Da sind wir dann auch im überregionalen Verbund mit dran, mit dem Land gemeinsam dort über Ideen zu sprechen.
00:05:06: Es wird ja aktuell gerade das Brandenburgische Wassergesetz novelliert.
00:05:10: Dort finden mehrere Workshops statt zu verschiedenen Themen Und das sind wir am Austausch und hoffen, dass ein paar auch von unserer Position in der Richtung dann dort Einklang finden.
00:05:20: Wir müssen erkennen, dass wir das Wasser nicht ohne Grenze zur Verfügung haben und es deshalb auch nicht auf dem schnellsten Weg Richtung Meere schicken können.
00:05:27: Das betrifft sowohl die Niederstagswasserreise als auch
00:05:29: die... Wir brauchen es in der Region!
00:05:32: Und Sie schwenken jetzt schnell von der Ova weg gehen in die ganze Grundbinden.
00:05:36: Sie sind nicht nur der Geschäftsführer der OVA sondern sie sind auch der Sprecher der Initiative Trinkwasserversorgung Metropollregion.
00:05:43: Mal ganz kurz zusammengefasst wer ist die ITM?
00:05:46: Was will sie?
00:05:48: Also die ITM haben sie schon ausgeführt, ist die Initiative Trinkwasserversorgung Metropole Region Berlin-Brandenburg.
00:05:54: Wir haben uns schon im ersten Schritt zusammengefunden um in einem ersten Schritt.
00:06:02: über die Probleme gemeinsam zu sprechen, die wir Trinkwasserversorger in Berlin und Berliner Umland haben.
00:06:08: Wir sind aktuell auf dem Stand, dass wir mit allen Trinkwasserversorgern, die direkt an das Land Berlin angrenzen plus natürlich die Berliner Wasserbetriebe dort zusammensitzen, eine Initiative Trink-Wasserversorgung und gemeinsam Ideen und Konzepte entwickeln.
00:06:24: Wir haben in den vergangenen Jahren ein Konzept vorgelegt, wie die Wasserversorgung in dieser Metropole-Region.
00:06:33: Da habe ich dann gelernt, dass dieser Begriff Metropolen immer sehr schwierig ist zu verwenden.
00:06:38: Also wir meinen damit alle Wasserversorger an Berlin angrenzen.
00:06:43: Ungefähr schlicht Wort Autobahnring, aber es geht auch darüber hinaus.
00:06:47: Gerade im nördlichen und östlichen Bereich haben viele Wasserversorger große Flächen die noch dahinter mit versorgt werden.
00:06:53: Wir versuchen zum Beispiel noch den gesamten Bereich des Amtes Frisag mit Wasser oder auch in Kremmen außerhalb des Autobahnrings.
00:07:01: Aber die Wasserversorger, die dort in Berlin näher dran sind Gemeinsamen, großen unterirdischen Bassängen das Wasser entnehmen.
00:07:12: Die sitzen dort zusammen und haben dort versucht mal abzubilden wie sieht die Trinkwasserförderung natürlich heute aus?
00:07:20: Wo kommen wir her?
00:07:21: was erwarten wir an Bevölkerungszuzug und wissenschaftliche Entwicklung in der Region und haben daraus aufgestellt was wir tun müssen?
00:07:28: in der region haben mehrere Sachen dort vorgeschlagen, haben die auch in den Verwaltungsraum in der Abstimmung mit Berliner Wasserbetrieben dem Senat Berlin und natürlich auch den Ministerium im Land Brandenburg.
00:07:41: Haben dort auch Konzepte abgestimmt.
00:07:43: Haben dann mitgewirkt an der Wasserstrategie der Hauptstadtregion, die die Länder Berlin und Brandenburger arbeitet haben Und die haben wir auch gut mit in Workshops und gemeinsamen Runden durchaus partnerschaftlich dann mit erarbeiten können.
00:07:59: Und unsere Meinung da einbringen können ist natürlich an vielen anderen Stellen noch so, dass man jetzt nicht alles durchbekommt was man sich auch wünscht.
00:08:07: aber es ist dort eigentlich eine recht ausgewogene Geschichte entstanden Die nun leider wieder, und das ist ja auch eine Ihrer Fragen zum Thema Leitbild oder Leit-Bild.
00:08:15: Seit über einem Jahr im Luftlerren Raum hängt weil es...
00:08:19: Will da mal ganz kurz ein bisschen die Geschwindigkeit rausnehmen Becker?
00:08:21: Wir haben jetzt ein sehr interessantes Datum angesprochen.
00:08:23: in zwei tausend siebzehn Da war ja dieser Leitbuildprozess zukunftsfähige Siedlungswasserwirtschaft gerade durch.
00:08:29: Dann gab's nochmal die Verbändeerklärung für die Umsetzung Und danach sagen uns viele Herausgeber der Wasserzeitungen Plätscherte isst nur so dahin und die großen Erwartungen, die man hatte.
00:08:41: Und auch der große Impetus, den man eingebracht hat in diesen Erarbeitungsprozess – der verpuffte so etwas!
00:08:47: War die OWA damals auch daran mitbeteiligt oder haben sie sich eher regional konzentriert auf die Konzepte?
00:08:53: Also die Ova war auch damals mitbeteiligt.
00:08:55: Der ganze Leitbildprozess ist ja noch deutlich vor, dass es im Jahr twohntausend
00:08:59: siebzehn entstanden ist.
00:09:00: Bei
00:09:00: dreizehn bis zweifünfzehn wurde erst malig schon ein Abschlusswerk dort präsentiert.
00:09:08: Das wurde nochmal ein bisschen angepasst überarbeitet und ist dann so in den Jahren... Ich weiß gar nicht, ob es zwei sieben war.
00:09:13: Zwei siebzehn?
00:09:14: Die Verbändeerklärung dann genau.
00:09:15: Genau mit dem Hinweis versehen worden, ob wir denn alle nicht auch mal daran tätig werden wollen oder was dort auch beschrieben ist gemeinsam in die Umsetzung kommen können.
00:09:26: Das Leitbild ist allerdings tatsächlich gesamt Brandenburg weit entwickelt worden.
00:09:30: Er hat dort auch viele Punkte drin, die jetzt so etwas wie Bevölkerungsrückgang in einzelnen Bereichen.
00:09:37: und was muss man da tun?
00:09:38: Die muss man sich an den demografischen Wandel anpassen.
00:09:41: Was muss dort allgemein passieren?
00:09:43: Es war ja auch mal ... In der Ursprungsaufgabenstellung sollte es ja auch einmal ein... Ein Richtwert, ein Hilfswert geben wie man dann künftig auch eine Förderstrategie in der Abwasserwirtschaft im Land Brandenburg aufstellen könnte wo es ja auch Thema war.
00:09:59: Wie kann so eine Richtlinie aussehen um nicht Fördermittel zu erhalten?
00:10:04: diese Aspekte der Entwicklung, der unterschiedlichen Entwicklungen Land Brandenburg betrachten.
00:10:09: Die ITM hat sich deshalb gegründet weil es eben in dem Bereich spezifische andere Herausforderungen gibt.
00:10:14: also das ist tatsächlich so.
00:10:15: wir erwarten in den Einzugsbereich von diesen Versorgern ein Bevölkerungswachstum noch um etwa zweihundertausend Menschen.
00:10:22: im Berliner Umland Und in Berlin selber sind jetzt die letzten Zahlen, die wir dann im Jahr- und Jahrzehnte marktalisiert hatten liegen bei vierhunderttausend.
00:10:30: Das heißt, in der Summe sind dort sechshundert tausend Menschen jetzt in diese Metropole Region oder Hauptstadtregion spezifisch hinzuziehen.
00:10:37: Das ist ungefähr eine Großstadt Leipzig, die dort mit dazukommt hier in der Region.
00:10:40: Die Versorgung
00:10:41: werden muss und Entsorgen werden muss.
00:10:44: Da ist noch gar nicht von der wirtschaftlichen Geschichte gesprochen dass diverse Ansiedlungen hier noch geplant sind sei das Logistik, sei es tatsächlich Industrie-Auto.
00:10:55: auch aus der östlichen Richtung kann man nochmal so jetzt doch eine Batterie Geschichte entstehen und das passiert halt hier.
00:11:03: Wir sind an einer Anstelle auch tatsächlich schon überholt worden.
00:11:05: Das Werte die wir erst für zwei Tausend Dreißig, Zweitausend Fünfunddreißig prognostiziert hatten, jetzt schon zwei tausend Dreiundzwanzig dann im Ist tatsächlich standen.
00:11:14: Von daher ist das auf der einen Seite eine gute Bestätigung, dass man jetzt nicht nur irgendwelche Fantasiezahlen sich ausgedacht hat.
00:11:20: Auf der anderen Seite zeigt es, dass es hier und da durchaus auch eine dramatische Entwicklung gibt.
00:11:24: Genau ich will noch mal erinnert, dass formulierte Leitzielbestand darin allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern eine sichere qualitativ einwandfreie Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung mit allen notwendigen Dienstleistungen in allen Landesteilen dauerhaft zugänglich und bezahlbar bieten zu können.
00:11:41: Das sollte ja ein Grundkonsent sein!
00:11:43: Da braucht man auch nicht drüber streiten, es ist ein Satz der sich sehr gut anhört.
00:11:47: Politisch glaube ich auch sehr gut verkaufen lässt.
00:11:49: aber wie so oft das ist schön wenn das das Ziel ist.
00:11:52: Das muss natürlich auch Stellen und Vorgeben.
00:11:54: Aber es gibt halt verschiedene Entwicklungen.
00:11:56: Ich sprach jetzt gerade mit Reproduktionen Ist es halt so mit dem Zuzug Und wir kommen ja wahrscheinlich noch auf das Thema... Genau
00:12:01: andere Regionen haben
00:12:02: da ganz andere
00:12:04: Herausforderungen zu stellen.
00:12:05: Wenn ich zu unserem Herausgeber etwa gucke, indem wir Allen Senftenberg die da relativ gelassen sind, weil die auf dem Breslau-Makteburger Grundleiter eine recht gute Reserve haben.
00:12:18: Die Befindlichkeiten sind sehr unterschiedlich, was sich der einen erwünscht und was sich andere wünscht.
00:12:22: Nichtsdestotrotz – wir haben ja mal keine Umfrage gemacht im Vorfeld unseres Gespräches – sind Wünsche geäußert worden von den Kollegen, die eigentlich vor fünfzehn bis zwanzig Jahren relativ ähnlich formuliert wurden, wenn ich da denke an Verkürzung von Genehmigungsverfahren, belastbare Förderinstrumente und was immer wieder genannt wird.
00:12:46: Und könnte ja für Sie ein sehr entscheidender Punkt sein wenn wir hören Berlin wächst vielleicht um drei bis sechshunderttausend Leute jedes Jahr.
00:12:53: die Nutzungspriorität von Trinkwasser das Trinkwasserebend und da wünschen wir uns ja vielleicht auch die ganz klare Rückenwirkung der Landesregierung als Nummer eins eben des Lebensmittel ist.
00:13:05: Das sind genau die Punkte.
00:13:06: Also wir sind nach wie vor bei exorbitant langen Genehmigungsverfahren, ob das die Ausweisung von Trinkwasserschutzgebieten ist oder ob dass die Bewilligung von Grundwasserinnahmen und verschiedene Punkte dort immer mit betroffen sind.
00:13:20: große Baustelle, die wir als ITM immer wieder ansprechen.
00:13:24: Jetzt inzwischen auch schon seit neun Jahren.
00:13:26: Aber in dem Leitbild schon drin waren davor auch immer wieder Stand der Diskussionsgeschichten war und jetzt bei der Novellierung vom Wassergesetz ist das auch immer ein Thema.
00:13:35: Dort kam selber heraus dass es im Brandenburg eine Größenordnung von dreihundertdreisig Wasserschutzgebieten gibt.
00:13:40: davon müssen irgendwie zweihundert auf jeden Fall eine Wahnsinnszahl in den nächsten Jahren neu erstellt werden.
00:13:46: Und in dem Tempo, wie man da bisher arbeitet wird das nicht funktionieren.
00:13:50: Man muss dort dringend zu anderen Wegen kommen oder zu anderen Beteiligungsmöglichkeiten oder auch zu anderen Beteiligungen kommen und man muss vor allen Dingen dazu kommen dass man den Mitarbeitern die das dann in den Ämtern tun Irgendwas an die Hand gibt, wie man dann im sogenannten Ablegungsverfahren also ich habe jetzt mir angehört was alle Betroffenen dazu äußern zu einem Punkt kommt und dann bin ich jetzt genau bei der Überleitung zu ihrer Geschichte.
00:14:14: Die öffentliche Wasserversorgung muss dort Priorität haben.
00:14:17: wir hatten oder ich hatte dort auf einen dieser Workshops auch dort längeren Austausch weil es heißt ja das was wollt ihr denn steht auch im Wassergesetz drin.
00:14:26: Dort steht auch wirklich drin, dass die öffentliche Wasserversorgung Vorrang hat.
00:14:29: Aber es steht halt dort nur drin und meint vor anderen Nutzern der gleichen Grundwasserkörper was wir uns wünschen während Vorrang vor diversen anderen Geschichten.
00:14:38: Ich spreche jetzt mal konkret an Thema Forst.
00:14:41: Jeder kann... Wir sind da auch selber betroffen.
00:14:43: man trifft sich mit dem Förster weil man im Maßen beplant und der Förster sagt eine Wiese von mehreren Hektaren mit vielleicht fünfzig Bäumen drauf.
00:14:49: Das ist Wald und das kann der Förster nach dem Brandenburgischen Forstgesetz erklären, dass es Wald ist.
00:14:54: Also
00:14:54: für Sie Tabu dann an dieser Stelle?
00:14:56: Für uns heißt es dann Waldumwandlung mit langem Prozess.
00:14:58: man muss Flächen ausweisen und man hat wirklich eine Fläche die leer ist.
00:15:01: also das ist dann schwierig an den Stellen nachzuvollziehen und das hat man an vielen Punkten.
00:15:07: wir kriegen es hin innerhalb von dreiviertel Jahr Erdgas oder Flüssigasleitung zu bauen von einer Küste über siebzig-achtighundert Kilometer und scheitern daran für fünf oder zehn Kilometer Verbindung.
00:15:17: das in einem... Sei ich mal überschaubar, einen Zeitraum von vielleicht zwei drei Jahren umzusetzen weil halt die Genehmigungslage verdammt schwierig ist.
00:15:24: Sobald man mehr als zwei Kilometer Leitung bauen möchte ist man in dem Bereich von Umweltverträglichkeitsprüfung drin.
00:15:29: Man muss alle möglichen Sachen beteiligen und man kommt irgendwie nie zu einem Punkt.
00:15:32: also dieser Punkt irgendwann so sagen jetzt ist die Beteiligung vorbei.
00:15:36: wir haben eine Redaktionsschluss erreicht und dann geht man in das Auswerteverfahren ist dort ein ganz maßgeblicher Mitarbeiter haben dann der Ämter, sowohl unteren Wasserbehörden als auch oben Wasserbehören und weiterführend.
00:15:51: dann auch Handwerkszeuge gibt.
00:15:52: Das sollte das Wassergesetz irgendwie auch mit rein, ob das im Gesetz steht oder über ergänzende Verwaltungsvorschriften kommt?
00:15:59: Wie können Sie so eine Fälle abwägen, dass eben der Öffentlichen Wasserversorgung vor einem möglicherweise Eingriff in irgendwelche Landschaftsschutzgebiete oder Forst oder bei der Klärnenankkonzeption, die wir gerade mit reden sind, haben wir erfahren, dass es Anbaubeschränkungen schon gibt anscheinend in einem Autobahn-Regelung, dass ich nicht näher als zuhundert Meter an Autobahnen randbauen darf weil die Flächen schon freigehalten werden für Photovoltaik.
00:16:30: Dass man dann sagen kann es ist schön und wir haben auch schon Vorrang!
00:16:33: Die sind alle da.
00:16:34: wenn ich anders Telekommunikationsgesetz denke was auch hier und damals heißt die Wasserversorger sollen auch ihre Leitung öffnen das da noch ein DSL Kabel eingezogen werden kann sowohl im Wasserrohr als auch im Abwasserrohr was wir zumindest auf der Wasserschiene glücklicherweise erst mal ablehnen konnten, aber dort passiert es.
00:16:52: Und Sie sehen das ja selber in welchen Geschwindigkeiten teilweise DSL-Netze errichtet werden mit allen Konsequenzen unter denen wir als Fernentsorger auch massiv leiden, weil keiner nachfragt und sich auch darum kümmert ob da schon eine Leitung liegt und wie ihr mit Sicherheit auch in den nächsten Jahren noch mehrere Langzeitschäden sehen werden wo eben Hausanschlüsse dann doch getroffen wurden.
00:17:14: durch diese Geschichte, weil jeder für das Leber verantwortlich ist kommt man nicht zu diesem überwiegenden und wir müssen dazu kommen dass die öffentliche Wasserversorgung auch die Entsorgung dort auch Möglichkeiten hat.
00:17:26: Das es nicht nur als zahnloser Papierartiger steht sondern wirklich daraus auch Konsequenzen im Sinne von.
00:17:32: Man merkt mal wirklich Es geht schneller, es geht einfacher.
00:17:35: Die Behörden können das nutzen was man verabschiedet hat um sich auch gegen Konkurrierende Und da rede ich nicht den Mineralbrunnen, der jetzt vielleicht auch Wasser nehmen will.
00:17:45: Sondern wirklich komplett andere Nutzungen, ob das Forst oder das Landwirtschaft, ob es auch Verband der Grundstücksbesitzer, die bei Niederschlagswasserrückhalt sicherlich sich melden und sagen, jetzt stehen dort Keller unter Wasser oder Flächen können nicht mehr so genutzt werden wie vorher... Versucht, sich ein Ziel zu definieren und darüber dann auch Werkzeuge schafft dieses Ziel auch irgendwie gemeinsam weiterzuverfolgen.
00:18:07: Die Politik reagiert ja dann besonders schnell wenn der Aufschrei auch in der Öffentlichkeit besonders groß ist.
00:18:13: was mich zu dem Punkt bringt nach allem was sie jetzt ausgeführt haben.
00:18:16: vielleicht läuft es in der Wasserwirtschaft einfach zu rund.
00:18:20: so gut ich meine wir können uns auf die twenty four seven Trinkwasserversorgung verlassen.
00:18:25: das Abwasser ist dann weg.
00:18:28: Was sollte das Bewusstsein schaffen, dass auch die Siedlungswasserwirtschaft?
00:18:32: doch erhebliche Unterstützung brauchen.
00:18:34: Also wir wissen das aus unserem Innenblick, aber von außen der Bürger was ja auch gut ist dass er sich darauf verlassen kann auf diese Zweige der Daseinsversorgung.
00:18:42: Aber andererseits kommen ja immer neue Aufgaben dazu.
00:18:45: wenn ich jetzt nochmal durchgucke was vor über zehn Jahren definiert wurde niedergeschrieben wurde da kam einiges dazu.
00:18:51: wenn Ich jetzt nur denke zum Beispiel an die kommunaler Wasserrichtlinge Was da auf viele Versorger zukommt mit einer vierten Reinigungsstufe Mit den Spurenelementen die raus sollen Einmittelresten, die vorausser wollen P, fast etc.
00:19:04: pp.
00:19:05: und auf der anderen Seite wir bedienen uns ja als Wasserwirtschaft aus einem sozusagen offenen System mit dem Wasserkreislauf aber nicht zum Beispiel auch so konsequent eine Herstellerverantwortung anzunehmen dass wir als sozusagen wie es häufig formuliert wird Reparaturbetrieb der Gesellschaft herhalten müssen Aufgaben mit dazu kriegen ohne das irgendwo auch mal ne Entlastung stattfindet.
00:19:25: Das ist tatsächlich immer wieder ein Thema und das sagen auch viele, die Wasserversorgung wird gar nicht wahrgenommen.
00:19:32: Es wird halt an vielen Stellen schwierig wenn wir tatsächlich sagen Wir müssen jetzt Entscheidungen treffen und sie haben auch die Politik angesprochen.
00:19:39: Wir reden von Entscheidungen, die wir für die Prognose bis zu den nächsten dreißig Jahre inzwischen schon bei zweitausendfünfzig inzwischen treffe.
00:19:46: als wir zwei tausendsiebens begonnen haben war zweitausend fünfzig waren noch dreiunddreißig jahre Jetzt haben wir fast zwanzig siebenundzwanzig dann sind es halt nur noch vierundzwanzeigjahre.
00:19:53: ... was ihr aufgezählte, haben wir nicht das Leitbild mit dem Beginn ... ... im Jahr zwei Tausend Dreizehn auch mit dazunehmen.
00:19:59: Wir sind dann noch nicht viel weiter, weil die Politik dort leider in ... ... Perioden denkt, die bis zur nächsten Wahl reichen und es reicht eben ... ... in der Wasserversorgung auf Wassernsorgung nicht.
00:20:09: Das, was sich an der Grundwasserneubildung oder an der ... ... Grundwassernutzung zeigt ist halt ein Prozess, der sich über Jahrzehnte hinreicht... Messbar kann man halt die Wasserstände, die Pegelstände sich anschauen in den letzten dreißigvierzig Jahren.
00:20:24: Wir haben messbare Veränderungen in den klimatischen Fältissen hier.
00:20:29: Da möchte ich gar nicht darauf eingehen warum das halt wieso?
00:20:31: Aber es ist so.
00:20:32: wir haben längere Trockenperioden und auch längere Regenperiodin.
00:20:36: vor zwei Jahren gab's einen sehr feuchten Winter da hat.
00:20:39: von Oktober bis Februar gab's sehr viele Niederschläge was dann zu diversen Feldüberflutung geführt hat zur Ausuferung von Gräben.
00:20:49: das ist gut, dass dann auch wieder Wasser reinkommt in den Haushalt.
00:20:53: Wir müssen das Wasser hier behalten und versuchen zu nutzen und dass es auch im Grundwasser-Körper ankommt.
00:20:59: Zu den Herausforderungen die wir jetzt insgesamt schon beschrieben haben – und wir sind ja häufig sehr stark mit dem Fokus auf der Trinkwasserversorgung natürlich – kommt jetzt eine neue Herausforderung hinzu denn offensichtlich hat für uns eine Überraschung bereitgehalten.
00:21:17: Der größte Brandenburger Wasserbetrieb, das sind ja die Berliner Außerbetriebe weil sie eben fast alle großen Klärwerke im Brandenburgomland haben und die lassen die Einleitverträge auslaufen.
00:21:29: so viel ich weiß was viele in diese Situation bringt zu fragen Ja was mache ich denn den fünf sechs Jahren mit meinem eigenen Abwasser?
00:21:38: Denn so viele Vorflüter gibt es im Berliner Umland schlicht nicht.
00:21:43: Knütscht es da sehr in der Zusammenarbeit?
00:21:45: oder glauben Sie, jeder hat eben seine Bedürfnisse und Notwendigkeiten.
00:21:49: Und das findet sich schon wieder zusammen?
00:21:51: Glauben nicht!
00:21:52: Hoffen ja!
00:21:53: Die Hoffnung hat auch den Grund weil es außer, wenn man es nicht gemeinsam macht... wird es definitiv nie wirtschaftlicher.
00:21:59: Wenn man tatsächlich dazu kommt, dass man in Größenordnung dort sich aufspaltet und die Brandburger Kommunen sich über eigene Lösungen dort entsorgen müssen dann wird das definitiv nicht wirtschaftlich als wenn man das in einer gemeinsamen größeren Anlage klärt.
00:22:14: Das Problem, was wir ansprechen hat ja zwei Hintergründe.
00:22:16: Der eine Hintergrund ist das schon angesprochene Bevölkerungswachstum und der zweite Hintergrund is', dass durch die höheren Anforderungen – da bin ich noch gar nicht mehr bei der vierten Reinigungsstufe – sondern einfach durch die Kommunalabwasserrichtlinie gibt es auch deutlich erhöhte Grenzwerte nochmal für Stickstoff- und Phosphor.
00:22:31: Die sind beim Stickstoff.
00:22:33: im Vergleich zu dem, was sie jetzt machen müssen, ist man so ungefähr, dass man nochmal weitere fünfzig Prozent reduzieren muss den Stickstoffanteil.
00:22:39: Im Phosphore ist es nochmal ein ganzer Happenmehr kriege ich nur durch Verweilzeiten hin.
00:22:47: Durch zusätzliche Belüftungen, durch zusätzlichen Anlagen und damit sagt Berlin die Kläranlage, die sie haben.
00:22:54: Haben wir eine Nenngröße allerdings für die alten Werte und wenn Sie das länger verweilzeiten brauchen heißt es das Abwasser was ankommt braucht länger und verwaltet länger auch in der Klärandage.
00:23:05: Was dann automatisch bedeutet?
00:23:06: Die Klärange kann künftig nur noch weniger klären und erreicht nicht ihre Nennkapazität Und ich brauche zusätzlich Flächen, um dann noch eine zusätzliche Reinigung vom Phosphor zu machen und natürlich – aber das ist jetzt wieder unabhängig davon ob Berlin oder Brandenburg das zusammenmachen oder getrennt.
00:23:22: Am Ende braucht man für das was auf Berliner geht auch diese vierten Reinigungsstufen um in die Richtung Mikroplastik, Medikamentenrückstände usw.
00:23:30: Aber der Grundenor ist, also der eine Faktor ist die Bevölkerungsentwicklung.
00:23:34: Die Berlin-Kronoszenziert und der zweite Faktore ist dort die Thematik dass die Kläranlagen ihre Nennkapazitäten nicht mehr erreichen können weil sie eben verschärfte Anforderungen in die Reinigung haben.
00:23:43: Und ich kann mich mit den Anlagen die man errichtet hat um diese Zielwerte zu erreichen, kann ich nicht ohne das es Konsequenzen hat sagen ab morgen erreichen die nur noch die Hälfte Und das sind Punkte, die dazu führen dass die Glehrnachkapazitäten dort ausgerechnet wurden und berechnet wurden.
00:23:57: Perlin sagt aus dem was sie ermittelt haben gibt es einen Fehlbedarf von etwa hundertzwanzigtausend Kubikmeter am Tag die gereinigt werden müssen.
00:24:07: Das ist ungefähr die Menge die aktuell des Brandmogger Umland auf die Berliner Glearnlagen leitet.
00:24:12: Man darf auch nicht vergessen was wir trotzdem tun müssen.
00:24:13: Sie müssen diese Geschichten Mikroplastik weitere Filterung Beim Phosphor funktioniert halt auch viel nur mit Zusatzmitteln, die man dazu gibt um das überhaupt abtrennen zu können bis hin zur Phosphorykgewinnung über die Klärschlammverbrennung oder die Klärtschlammenutzung wieder.
00:24:29: Da gibt es ja auch schon längere Gesetze, die jetzt in relativ großer Zeit vorgeben dass man bei diesen Großklärenlagen Phosphorekgewinnungen verpflichtend machen muss.
00:24:39: Das kostet Geld und das muss trotzdem mit dazu unabhängig davon, ob Berlin und Brandenburg weiter zusammen machen oder ob das getrennt wird.
00:24:45: Das heißt die Investition sind ohnehin nötig.
00:24:47: es geht jetzt in diesem Party man betrachten muss ausschließlich um die sage ich mal traditionelle Grundreinigung des Abwassers nach den bewährten Standardverfahren dass dort einfach die Mengen nicht mehr genommen werden können.
00:25:01: Jetzt ist die nächste Frage wie man das lösen kann.
00:25:04: Und da gibt's von uns auch nach wie vor die Hoffnung das weiterhin irgendwie gemeinsam zu probieren weil ganz einfach wirtschaftliche Gründe schon dahingehend hat, dass alle Abwasseranlagen – ich sagte das eigentlich schon mal – alle Sammlungsanlagen sind schon so ausgerichtet, dass sie in Richtung Berliner Kläranlagen gehen.
00:25:21: Weil man jetzt sagen würde der nächste Standort ist... Ganz woanders ist das schon mal eine Investition, die ich dort tätigen muss ohne ein Euro eine kleine Langemistie zu haben.
00:25:29: Christian Becker vielen Dank dem Geschäftsführer der Osthafeländischen Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH Oberfalkensee und Sprecher der Initiative Trinkwasserversorgung Metropolregion ITM.
00:25:44: Mehr über Wasser und seine aktuellen Herausforderungen erfahren Sie auf www.wasserzeitung.info.
00:25:53: Hier finden Sie auch das IP-Paper der Ova Falkensee.
00:25:57: Wenn Sie auf der Suche nach einer Arbeit in der Wasserwirtschaft sind, dann klicken Sie bitte auf www.wasserjobbörse.info.
00:26:07: Und wenn Sie selbst ein Wasserunternehmen leiten, dann sei Ihnen unsere neue Berufsfibel-Wasserwirtschaft ans Herz gelegt!
00:26:15: Dieses hilfreiche Marketinginstrument können sie auf der Website www.deine-zukonstminuswassapunktinfo durchblättern und auch gleich ganz bequem.
00:26:26: Bestellen, Nachfragen an uns sind willkommen!
00:26:31: Soweit für dieses Mal.
00:26:32: wir wünschen Ihnen einen traumhaften Sommer ohne Wasserstress.
00:26:36: bis zum nächsten mal ihr Klausarbeit.
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